Freier Wille, eine Erfindung?

Freier Wille

Umfängliche Untersuchungen kanadischer und us-amerikanischer wie europäischer Wissenschaftler belegen, dass uns unser Gehirn dominiert, beherrscht. Sie haben
durch zahlreiche Messungen der Gehirnströme nachgewiesen, dass dieses rund eine halbe Sekunde, bevor wir etwas tun, oder einen Gedanken aussprechen, in einem bestimmten Teil, den Basalganglien und dem Kleinhirn, die wiederum die kortikalen Prozesse in Gang setzen, ein
Impuls erfolgt, der dann unsere Tat oder unser Wort auslöst.

Der Freie Wille, den uns die Psychologie so großzügig zugestehen will, mithin eine Schimäre ?

Soll es da um unsere Gefühle anders bestellt sein? Ich habe keine Ahnung wer oder was in mir
im Bruchteil von Sekunden entscheidet – für mich – wen ich mag, und wen nicht. Wann ich mich verliebe, und wann und warum nicht. Wer auch immer so viel Macht über uns hat, unsere Gefühle und Empfindungen an- und abschalten kann, DER oder DAS ist auch in der Lage, von einer Sekunde zur nächsten unsere Gefühle für einen anderen Menschen zu manipulieren, ja sie abzuschalten.

Es ist doch immer das Gleiche: In einem Moment, wo wir es am allerwenigsten erwarten, verlieben wir uns – unsterblich – heißt es, um dann zu bemerken, dass die Unsterblichkeit vielleicht für einen Monat, ein oder zehn Jahre vorhält, um, ebenfalls zu einem Zeitpunkt, den wir nicht vorausahnen, ja der sogar unserer Lebensplanung oder unseren jahrelangen Empfindungen zuwider laufen kann, zu verlöschen, buchstäblich von einer Sekunde zur anderen.

Das Fatale ist, nie oder so gut wie nie, entscheiden sich die Gehirne von zwei Menschen zur selben Zeit. Das führt dann zu dem, was wir als Liebeskummer kennen. Dann müssen wir sehr mühsam und unter großen Schmerzen unserem Gehirn, sprich unserem Verstand klarmachen, dass er sich
in etwas oder Jemanden verrannt hat, der längst weitergezogen ist, und seine/ihre Gefühle an etwas oder jemand Anderen gehängt hat.

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