Fragen & Antworten – FAQ

Frage von Herrn Ansger D. aus Berlin:
Haben Sie die in Ihrem Buch “Begegnungen auf Sylt und anderswo” beschriebenen Personen tatsächlich und persönlich getroffen? Falls es nicht zu indiskret ist, wer ist/war Ihr Vater? 

Antwort Frederik D. Tunnat:
Soweit es sich um persönliche Begegnungen handelt, ja. Im Fall von John F. Kennedy, sowie in Bezug auf Udo Jürgens, habe ich den Sachverhalt klar beschrieben. Die direkte Frage nach meinem Vater empfinde ich allerdings als zu indiskret. Andererseits habe ich sämtliche Informationen über ihn in Form eines biografischen Rätsels angelegt, so dass Sie seine Identität erschließen können, falls Sie alle Hinweise im Buch korrekt zuordnen., ähnlich der ehemaligen ZEIT – Serie “Tratschke fragt: Wer wars”.

Frau Gwendoline R. aus Nürnberg:
Ihre sogenannte erotische Erzählung Harrison ist Schweinkram. Wie kann man so eine üble Phantasie haben? Das ist doch keine Literatur, das gehört auf den Index.

Antwort Frederik D. Tunnat:
Es steht Ihnen, wie jeder anderen Leserin frei, meine Erzählung für schlechte Literatur zu halten. Ob es sich dabei um “Schweinkram” handelt, liegt ganz allein im Auge des Lesers und seinen Assoziationen, die sein Gehirn bei der Lektüre produziert. Was die “üble Phantasie” anbelangt, so muss ich Sie enttäuschen: es handelt sich bei der Beschreibung der Madame um einen sehr realen Vorgang., mitnichten meiner Phantasie, sondern der Realität des 21. Jahrhunderts entsprungen. Eventuell sollten Sie gelegentlich “Padre Padrone. Mein Vater – mein Herr” von Gavino Ledda lesen. Anschließend können wir gern Begriffe wie “Schweinkram”, üble Phantasie” und die Frage, wo Literatur aufhört und Pornografie beginnt, diskutieren.

Frage von Frau Kirsten W. aus Frankfurt/M: 
Handelt es sich bei Ihrer Erzählung “Maja – Aus dem Leben einer Maine Coon Katze” um eine wahre Geschichte, oder ist sie erfunden?

Antwort Frederik D. Tunnat: 
Die Erzählung basiert auf einer realen Begebenheit – Maja hat wirklich existiert.

Frage von Frau Evelin P. aus Herne: 
Toledo, ein Tagebuch hat mich einerseits tief berührt, doch vom Verhalten des Erzählers fühle ich mich teils abgestoßen. Basiert das Ganze tatsächlich auf Ihren eigenen Erlebnissen?

Antwort Frederik D. Tunnat: 
Jein. Den Hintergrund bilden in der Tat autobiografische Erlebnisse, gleichzeitig stellt das Ganze ein künstlerisch verfremdetes Geschehen dar. In Bezug auf meine eigene Person habe ich mich um möglichst große Authentizität bemüht; die weiblichen Protagonistinnen sind jedoch überzeichnete, verfremdete Stereotypen ihrer selbst.

Frage von Herrn Peter G. Z. aus Stuttgart: 
Ihre Vollmoeller Biografie habe ich mit großem Interesse schon deshalb gelesen, weil mein Großonkel, …… mit Karl Vollmoeller bekannt war. Sie erwähnen ihn jedoch nur ein Mal am Rande, obwohl beide öfter zusammentrafen, wie ich aus den Tagebuchaufzeichnungen meines Großonkels weiß. Weshalb?

Antwort Frederik D. Tunnat: 
Angesichts der Tatsache, dass Vollmoeller mehrere tausend Menschen weltweit kannte und eine Vielzahl guter, enger Freunde hatte, hätte es den Rahmen des Buches bei weitem gesprengt, wäre ich auf alle Bekannten eingegangen. Das fertige Buch stellt eine Art Kompromiss dar, das diejenigen Personen näher beschreibt oder beleuchtet, die für das Werk und/oder Leben Vollmoellers von hervorgehobener Bedeutung waren. Angesichts von Preis und Umfang musste ich mich notgedrungen beschränken, was jedoch keinerlei Bewertung der mir durchaus bekannten Beziehung ihres Großonkels zu Vollmoeller darstellt.

Frage von Thomas L.. aus München:
Stieß per Zufall auf Vollmoellers Bio. Faszinierender Typ. Leben könnte Vorlage für Drehbuch sein. Warum haben Sie seine Bio geschrieben? Ist geplant zu verfilmen?

Antwort Frederik D. Tunnat:
1. Weil mich das Leben interessanter Menschen schon seit Jugendtagen fasziniert.
2. Weil ich wissen wollte, wieso ein Mann, der zu seiner Zeit bekannt “wie ein bunter Hund” war, so dramatisch in Vergessenheit geriet.
3. Nachdem ich Vollmoellers Bücher gelesen hatte, erkannte ich, dass sie größtenteils eine lesenswerte “Botschaft” enthalten.
4. Weil ich, je mehr ich über Vollmoeller, sein Leben, sein Werk, seine Anliegen erfuhr, das Gefühl hatte, er und sein Werk sei zu Unrecht vergessen, und größtenteils einseitig bis falsch interpretiert worden.
Bisher konnte ich leider keinen Filmemacher dafür begeistern, einen Film über Vollmoeller zu machen. Andererseits hat sich Hollywood ja bereits indirekt an ihm abgearbeitet: so wurde die Rolle des Leslie Gallant (Tony Curtis) – im Film Das Große Rennen rund um die Welt (Great Race) – Vollmoeller und seiner Rolle beim ersten, und einzigen, tatsächlich stattgefundenen Rennen um die Welt, 1908 von New York bis Paris, nachempfunden. Leslie, der im Film das Gute verkörpert, ist fast stets weiß gekleidet – wie Vollmoeller; fuhr ein schneeweißes Auto, wie Vollmoeller. In einem anderen Film der beiden Hauptdarsteller des erwähnten Films, Jack Lemmon und Tony Curtis, hängt nicht zufällig ein Foto an der Wand, auf dem Vollmoeller auf sie herabschaut

Tony Curtis und Jack Lemmon im Film von Billy Wilder – Vollmoeller rechts auf dem Foto an der Wand

Im Gegensatz zu Deutschland, wird Vollmoellers Andenken in den USA, speziell in der Filmmetropole Hollywood, als das eines “legendary artist” und “part of the (Hollywood) family” hochgehalten. In der amerikanischen Wikipedia hat man ihm und seinem ersten, bedeutenden Film “The Miracle” jüngst einen fundierten, lesenswerten Artikel gewidmet, siehe Artikellink