E-Book versus gedrucktes Buch

Man liest dieser Tage so Einiges über den Wettstreit zwischen traditionell gedrucktem Buch und E-Book. 

Während das Geschäft mit dem digitalen Buch in Deutschland noch immer in den Kinderschuhen steckt – vermutlich gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Absatz von E-Book-Readern und Tablets – boomt es in den USA im zweiten Jahr in Folge. Amazon jedenfalls berichtet von nahezu unglaublichen Zuwachsraten bei Absatz und Umsatz der digitalen Bücher, während es in Deutschland den Status des Nischenprodukts noch nicht verlassen hat.

Nachdem das erste Halbjahr vergangen ist, interessierte mich einmal ganz persönlich, wie es sich mit dem Absatz meiner eigenen Bücher in 2012 verhält. Erstaunt stellte ich fest, entgegen dem deutschen Trend liegt der Absatz meiner E-Books inzwischen bei 4:1. Anders ausgedrückt: mittlerweile werden meine Bücher zu 80% als E-Books und nur noch zu 20% als Print-Book gelesen. Damit bewegen sich meine Bücher eindeutig in Richtung amerikanischer Verhältnisse, was eventuell damit zusammenhängt, dass ein Teil des Absatzes meiner Bücher in den USA statt fand.

Da E-Books jedoch deutlich preiswerter daherkommen, tragen sie in meinem Fall noch nicht zu 80% – wie ihr Absatzanteil suggeriert – sondern nur zu 55% zum Umsatz bei. Interessant allemal, in welchem Tempo sich die Relationen zwischen traditionellem und digitalem Buch verschieben. 

Mich würde interessieren, welche Erfahrungen andere Autoren im laufenden Jahr gemacht haben, und freue mich auf deren Rückmeldungen.