So einen eigentümlichen Wahlkampf wie in diesem Jahr habe ich mein Leben lang noch nie erlebt. Ich vermute, das geht nicht wenigen Menschen ebenso.

Es begann damit, dass die drei aussichtsreichsten Parteien, die CDU/CSU, die Grünen und die SPD jeweils Bundeskanzler Kandidaten/innen präsentierten, die schlichtweg bei der Mehrheit der Wähler, erstaunlicherweise selbst in ihren jeweiligen Parteien, nicht wirklich gut ankommen.

Hätten die Grünen statt des weiblichen Apparatschiks, die vor allem durch Betrugsversuche mit Lebenslauf und handfestes Plagiieren auffiel, die außer der Tatsache, eine Frau zu sein, rein gar nichts an Erfahrung und Kompetenz für den Job als Kanzler zu bieten hat, den Co-Piloten aufgestellt, so wäre ihnen der Schlamassel erspart geblieben, und die Grünen würden ziemlich sicher ins Kanzleramt eingezogen sein.

Was sich die CDU/CSU in Person ihres Kanzlerkandidaten geleistet hat, stinkt dermaßen zum Himmel, dass nicht nur langjährige Parteiwähler, sondern selbst nicht wenige Parteimitglieder laut über die Ablösung dieses Kandidaten nachdenken. Die Umfragen beweisen, dass sich sowohl CDU/CSU als die Grünen einen Bärendienst erwiesen haben, indem sie derart unfähige, überforderte Kandidaten nominierten.

Das führt zu Kandidat Nummer drei, dem der SPD. Auch dieser, wiewohl vormals Regierender Bürgermeister der Hansestadt, aktuell Vizekanzler und Finanzminister, hat wenig bis gar nichts zu bieten, außer seinem brennenden Ehrgeiz, der jeden Wald und jede Wiese, die er im Wahlkampf quert, in Brand setzt. Er ist eine parteiinterne Notlösung, da sich die SPD während der letzten 30 Jahre, speziell unter und durch Gerhard Schröder selbst zerlegt und verzwergt hat. Ein Kandidat, der den verbliebenen Wählern dieser abgewirtschafteten Partei, die sich erdreistet, noch immer das Prädikat „sozial“ für sich zu beanspruchen, eine Parteihaltung suggerieren soll, die weder die aktuellen Parteimitglieder, noch ihre Führungsriege vertreten. Kandidat Nr. 3 ist eine, wenn nicht die größte Mogelpackung unter den drei Mogelpackungen dieser Wahl.

Dass er sich aktuell in glänzenden Umfragewerten sonnen kann – wann haben Umfragen je die tatsächliche Wahlentscheidung zuverlässig vorher gesagt? – liegt weder an seiner Persönlichkeit, über die er nicht verfügt, noch an einem für das Land gutem Programm seiner Partei, sondern einzig an den Fehlern und charakterlichen Mängeln seiner Konkurrenten. Also absolut nichts, worauf er als Kandidat, noch die Partei, die ihn als Gallionsfigur vor sich her schiebt, stolz sein könnten.

Das alles verdanken wir zu einem Großteil der abtretenden Kanzlerin, Madame Merkel. Als hätte es eines letzten, finalen Beweises ihrer in 16 langen Jahren unermüdlich unter Beweis gestellten Unfähigkeit bedurft, betrachte man nur das letzte Desaster, für welches sie die politische Verantwortung trägt: Afghanistan. Dennoch besitzt sie, die unser Land herunter gewirtschaftet hat, wie kein Kanzler vor ihr, selbst der ebenfalls unfähige Kohl nicht, die Frechheit, im Bundestag zu versuchen, ihre politische Verantwortung als Kanzler – die übrigens im Grundgesetz nachlesbar ist – wie stets während ihrer Regierungszeit weit, sehr weit von sich zu schieben. Madame Merkel hat es vermocht, sämtliche fähigen Politiker, sowie Menschen, die geeignet wären, als Politiker Verantwortung zu tragen, zu meucheln, politisch zu ermorden. Um bei all ihrer Unfähigkeit dennoch fälschlich zu strahlen, ließ sie keinerlei fähige Menschen in ihre Kabinette, umgab sich im Kanzleramt mit Speichelleckern und Jasagern, förderte im Beamtenapparat die Unfähigsten, um trotz ihrer persönlichen Bescheidenheit ein wenig glänzen zu können. Während der Lack im Inland inzwischen völlig ab ist, selbst die Industriebosse äußern inzwischen Kritik und tuscheln hinter Merkels Rücken, strahlt Merkel, wie das für echte Scheinriesen üblich ist, noch immer im Ausland, speziell dort, wo man besonders weit entfernt von Deutschland ist. Dort erscheint der fahle Schein, den das Nachts angestrahlte Kanzleramt auf Merkels Silhouette wirft, als riesiges Trugbild einer „Führerin der Welt“.

Was diese Kanzlerin dem Land, seiner Reputation, seinem Wohlstand, seinen Firmen und Menschen angetan hat, durch Unterlassen, Aussitzen, Nichtstun, Fehlentscheidungen, sowie devotem Kriechen vor den Diktatoren dieser Welt – allen voran des chinesischen und russischen – wird binnen der nächsten 12 bis 18 Monate ans Licht kommen. Wir sollten uns schon mal warm anziehen, denn das, was sich da zusammenbraut, wird nicht nur die Bewohner im Tal der Ahnungslosen aus den Socken hauen.

Letztlich verdanken wir Madame Merkel auch jene drei völlig ungeeigneten, unfähigen Kandidaten auf ihre Nachfolge im höchsten Amt dieser Republik. Jeder dieser Kandidaten wird, wenn er denn unweigerlich gewählt und zum Kanzler bestimmt ist, Merkel, bis die Untersuchungen über ihr Nichttun und Nichthandeln abgeschlossen sind, weiter aussehen lassen wie das, was sie 16 lange Jahre war: die unerreichte Scheinriesin.

Erstmals haben wir bei einer Bundestagswahl im Grunde genommen gar keine Wahl. Weder zwischen Pest und Cholera, noch zwischen fähig und unfähig, gut und schlecht, zukunftsfähig oder Abstieg. Es spielt dieses Mal keine Rolle, da wir in jedem Fall eine Person als Kanzler bekommen, die bereits bewiesen hat, vom künftigen Amt mehr als überfordert zu sein. Merkels Vermächtnis wird sein, noch zu Lebzeiten zu erleben, wie Deutschland in die zweite oder dritte Liga unter den Industrieländern durchgereicht wird.

Da kann ich mich bloß an Heine halten, der vor 200 Jahren sagte: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht“. Kein Wunder, dass die stärkste Partei schon lange vor dem Wahlabend feststeht: die der Nichtwähler. Keine guten Aussichten für ein Land, dass sich noch Demokratie nennt.

Related Posts

error: Content is protected !! Inhalt ist urheberrechtlich geschützt !